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26. Dezember 2020 www.die-stadtzeitung.de

Wolfgang Kleinbäumer liebt Lebensgeschichten
Biographien liest Wolfgang Kleinbäumer gern. Zuletzt hat er eine Lebensbeschreibung Napoleons verschlungen. Auch mit Kriminalromanen vertreibt er sich gern seine Freizeit. Weitere Hobbys sind Wandern und Walking sowie Radfahren und – kein Wunder – die Friedrich-Spee-Akademie, deren Vorsitzender er seit dem Jahr 2014 ist.


Wolfgang Kleinbäumer – © Friedrich-Spee-Akademie

Ehrenamtliche Arbeit war Wolfgang Kleinbäumer auch vorher nicht fremd. So hat er sich ein paar Jahre im Schulverein der Waldorf-Schule um die Finanzen gekümmert – ein Job, um den man sich nicht reißt – und war Geschäftsführer und Vorsitzender des Radsportvereins Endspurt 08.

Geboren wurde er am 26. Juli 1945 in Wuppertal, wo er auch zur Volks- und zur Realschule ging. Den Abschlüssen an der Städtischen Realschule Elberfeld und der Handwerker-Berufsschule schloss sich eine dreieinhalbjährige Ausbildung im Fernmeldeamt an.
Nach dem Erlangen der Fachschulreife studierte Kleinbäumer an der Staatlichen Ingenieurschule für Maschinenwesen ebenfalls in Wuppertal Elektrotechnik und schloss als graduierter Ingenieur der Nachrichtentechnik ab. Die nächsten 30 Jahre arbeitete er bei der Bundesbahn, die meiste Zeit als Beamter auf Lebenszeit.

Bei der Bahn übernahm er verschiedene Aufgaben und leitete verschiedene technische und wirtschaftliche Dienststellen, nicht zuletzt beim Übergang der DB vom Staatsunternehmen in die „freie“ Wirtschaft.

Seit seiner Pensionierung im Jahr 2010 gilt seine Leidenschaft der Erwachsenenbildung, also der Erarbeitung eines vielfältigen und ansprechenden Programms der Friedrich-Spee-Akademie, die mittlerweile über 220 Mitglieder hat.
Dabei arbeitet sie mit einer Reihe bekannter Institutionen wie Bergischer Geschichtsverein, Historisches Zentrum (Wuppertal), Katholische Bildungsstätte Solingen/Remscheid/Wuppertal oder Bürgerverein Eckbusch/Katernberg zusammen.

„Es macht einfach Spaß, mit dem gegenwärtigen Vorstand neue Veranstaltungen auszuhecken und durchzuführen“, sagt Wolfgang Kleinbäumer. Die Menschen in der für viele schwierigen Übergangsphase von der Berufstätigkeit in Pension oder Rente zu begleiten, „ist wahnsinnig wichtig, da sich viele Frauen und Männer bei diesem einschneidenden Wechsel abgehängt fühlen“, weiß er aus langjähriger Erfahrung und fügt lachend hinzu: „Das kommt ja auch immer so plötzlich.“

Seine persönlichen Highlights sind die „Spee-Gespräche“ mit Menschen, „die Visionen in und für Wuppertal haben“. Zu Gast waren schon unterschiedliche Persönlichkeiten vom Dezernenten im Rathaus über den Zoodirektor und leitende Persönlichkeiten des kulturellen Lebens bis hin zum Polizeipräsidenten.

Der rüstige Rentner, dem bei der Führung der „Spee“ seine jahrzehntelangen leitenden Tätigkeiten im Rahmen der Deutschen Bahn zugute kommen, ist verheiratet mit Petra Kleinbäumer. Das Ehepaar hat zwei Kinder – der Sohn ist Versicherungsagent, die Tochter arbeitet als Redakteurin der „Hessisch/Niedersächsischen Allgemeinen“ in Kassel – und sechs Enkelkinder.

(Text: Dr. Matthias Dohmen)

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