So, 13.11.2022, 17:00 Uhr

"Es ist ein Fluch, in interessanten Zeiten zu leben." Hannah Arendt und Martin Heidegger in Briefen

Hannah Arendt und Martin Heidegger zählen zu den bedeutendsten deutschsprachigen Denkern und Denkerinnen des 20. Jahrhunderts, die von ihrer Biografie unterschiedlicher nicht sein könnten. Hannah Arendt emigrierte als Jüdin und Kritikerin des Nationalsozialismus 1933 aus Deutschland. Martin Heidegger war von 1933 bis 1945 Mitglied der NSDAP, und sein nationalsozialistisches Engagement ist bis heute Gegenstand kontroverser Debatten. Im Wintersemester 1924/25 nimmt Hannah Arendt ihr Studium in Marburg auf und wird Heideggers Schülerin. »Liebes Fräulein Arendt! Ich muss heute Abend zu Ihnen kommen und zu Ihrem Herzen sprechen«, so schreibt der 17 Jahre ältere Professor in seinem ersten Brief am 10. Februar 1925 an seine Schülerin. Im Winter 1932/33 endet der Briefwechsel abrupt, bis Hannah Arendt diesen 1950 nach einem Besuch bei Heidegger wieder aufnimmt. Seit den frühen achtziger Jahren ist bekannt, dass Martin Heidegger und Hannah Arendt eine Liebes- und Freundschaftsbeziehung hatten. Marina Matthias und Udo Thies spüren dieser nach und zitieren Auszüge aus dem Briefwechsel – diesen bewegenden biografischen Zeugnissen von außergewöhnlicher Intensität. In Kooperation mit der Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstförderer e.V. Gruppe Wuppertal (GEDOK)

Datum: So, 13.11.2022
Uhrzeit: 17:00 - 19:15
Leitung: Dr. Katja Schettler
Ort: Kath. Stadthaus Wuppertal, Laurentiusstraße 7, 42103 Wuppertal
Anmeldung: nicht erforderlich
Kosten: EUR 8,00
Info: Katholisches Bildungswerk W/SG/RS
info@bildungswerk-wuppertal.de
Fon 0202/49583-0

 

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